Freitag, 31. Oktober 2008

Tacna-Arequipa

Heute morgen wieder frueh zum Terminal. Wow! Es faehrt ein Bus, trotz anhaltender Demos und Sperren. Allerdings erst um zwei Uhr nachmittags, wir muessen uns also noch ein paar Stunden um die Ohren schlagen.

Wir fahren also erstmal in einen Park und chillen in der Sonne. Doch spaeter muessen wir ein paar Mal den Ort wechseln, denn verschiedene Gruppen von Demonstranten ziehen hin und wieder vorbei. Einmal haben wir ploetzlich eine grosse Gruppe mit Knueppeln Bewaffneter vor uns, schnell drehen wir um und nehmen eine Nebenstrasse. Die wenigen Geschaefte, die heute geoeffnet haben, haben vorsichtshalber die Metallgitter runtergezogen und lassen die Kunden nur durch eine winzige Tuer ein.

Irgendwann beschliessen wir, schon zum Terminal zu fahren. Dort treffen wir auf Juris (Belgien) und Nina (Deutschland), die auch nur noch hier weg wollen. Oh Wunder: Nina kommt aus Bad Nenndorf!!

Ploetzlich geht alles ganz schnell: Ein tierischer Laerm, Angestellte vorm Terminal lassen rasselnd die Gitter herunter, alle Tore werden hektisch dicht gemacht. Der sonst uebervolle Taxistand draussen ist ploetzlich leer gefegt. Die Knueppelgarde kommt! Es fuehlt sich ein bisschen an, wie bei den billigen Zombiefilmen, wo sich die Leute auch immer verbarrikadieren muessen...

Irgendwann starten dann doch die Busse mit Verspaetung und werden einzeln aus dem Tor gelotst. Nina hat einen anderen Bus, denn ihr Flieger geht in ein paar Tagen von Lima. Juris faehrt in unserem mit.

Im Bus unterhalten wir uns mit einem peruanisch-franzoesischen Ehepaar, das hinter uns sitzt. Von dem Peruaner, der sehr gut Englisch spricht, erfahren wir den Grund fuer die Demos: Die Nachbarstadt Moquegua hat aufgrund der dort befindlichen Mine staatliche Mittel bekommen, die eigentlich fuer Tacna gedacht waren, deshalb sind die Tacnaraner (?) sauer, weil ihnen diese Mittel abgezogen worden sind.

Einige Kilometer hinter Tacna passieren wir einen Cañon und sehen nun, warum die Busse nicht regulaer fahren: Viele Demonstranten hatten sich auf beiden Seiten oberhalb des Cañons verschanzt und Felsen auf die Fahrbahn geworfen. Heute aber haben einige hundert schwer bewaffnete Polizisten die Kontrolle uebernommen, die Demonstranten zurueckgedraengt und die Durchfahrt gesichert (Fotos).

Die weitere Fahrt nach Arequipa verlaeuft problemlos. Wir nehmen ein Taxi vom Busterminal zum Hostel, Juris kommt mit uns. Der Taxifahrer haut uns aber erstmal richtig dreist uebers Ohr: 20 Soles will er haben, spaeter erfahren wir, dass der regulaere Preis 4 Soles (1,33 US$) ist...naja.

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